VISIONÄRE KUNST weicht vom Herkömmlichen ab. VISIONÄRE KUNST überwindet etablierte Regeln. VISIONÄRE KUNST stellt Infrage. VISIONÄRE KUNST stiftet Unruhe. VISIONÄRE KUNST kennt keine Grenzen. VISIONÄRE KUNST ist eigenwillig, ungezwungen, unangepasst und ungewöhnlich. VISIONÄRE KUNST ist subversiv, instinktiv und impulsiv. VISIONÄRE KUNST irritiert. VISIONÄRE KUNST wird von uns entdeckt, gezeigt und erforscht.
VISIONÄRE KUNST weicht vom Herkömmlichen ab. VISIONÄRE KUNST überwindet etablierte Regeln. VISIONÄRE KUNST stellt Infrage. VISIONÄRE KUNST stiftet Unruhe. VISIONÄRE KUNST kennt keine Grenzen. VISIONÄRE KUNST ist eigenwillig, ungezwungen, unangepasst und ungewöhnlich. VISIONÄRE KUNST ist subversiv, instinktiv und impulsiv. VISIONÄRE KUNST irritiert. VISIONÄRE KUNST wird von uns entdeckt, gezeigt und erforscht.
KOSMOS VISIONNAIRE ist etwas zwischen Geisterbahn, einer inneren Reise und einem Musée intime. Erfahrbar beim durchlaufen von Räumen, akustisch bespielt, verschlungen, dramatisch inszeniert. Schwarzweiss, melancholisch, poetisch, aggressiv, bunt. Unterschiedlichste Welten, urban, galaktisch, dschungelig.
Umgesetzt als überbordende, immersive Inszenierung, ein riesiges wildwucherndes Wimmelbild. Eine Vermischung der Sprachen der Illustration, des Cartoons, des Comix, der Kunst. Irgendwo zwischen Popkultur und Kunstgeschichte.
Der ephemere Kosmos entsteht vor Ort aus hunderten, ja tausenden Einzelobjekten – Schachteln, Tücher, Papier-maché Figuren, Papiere, Stoffobjekte, Plastik, lose miteinander verbunden, gebaut wie Favelas, wie ein DIY-Disney-World.
KOSMOS VISIONNAIRE ist ein begehbarer dreidimensionaler Comix, welcher den Besucher schier verschlingt. Der KOSMOS ist unser Lebensprojekt. Über die nächsten Jahre, Jahrzehnte soll er, einem Wanderzirkus gleich, auf Wanderschaft an weitere Kunstorte gehen. Stetig ergänzt, aktualisiert, verändert, zerstört. Ein wachsender, sich wandelnder Organismus. Ein Besuch dessen ein einmaliges Ereignis. Ein Horror vacui, indem Alles mit Allem verbunden ist.
Vernissage: 19.1.2027
«Wir sind hier» setzt sich mit Fragen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung, Migration und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander. Die Ausstellung verbindet unterschiedliche künstlerische Positionen mit persönlichen Perspektiven und richtet den Blick auf gesellschaftliche Realitäten, die häufig wenig Beachtung finden.
Eine historische Einführung gibt den Besuchenden einen Überblick über wichtige Entwicklungen und Zusammenhänge in der Schweiz und schafft den Kontext für die Ausstellung. Danach entfaltet sich das Projekt in sechs monatlich wechselnden Kapiteln. Im Zentrum stehen unterschiedliche Perspektiven von ehemaligen Verding- und Heimkindern und ihren Nachkommen, Jenischen und Sinti, Sans-Papiers, Frauen und Müttern, geflüchteten Familien und Minderjährigen sowie Saisonniers und ihren Nachkommen.
Die beteiligten Menschen sind nicht nur Teil der Ausstellung, sondern wirken an ihrer Entwicklung mit. Persönlichen Perspektiven finden Ausdruck in künstlerischen Arbeiten und schaffen einen vielstimmigen Raum für Begegnung, Austausch und Reflexion.
«Wir sind hier» verbindet Kunst mit gesellschaftlichen Fragen und richtet den Blick auf unterschiedliche Lebensrealitäten, Erfahrungen und Formen von Zugehörigkeit.
Was sehen wir, wenn wir auf die Dinge schauen? Einen Gegenstand. Abfall. Karton. Stoff. Plastik. Etwas Wertloses. Oder etwas, das bereits eine Geschichte hat?
Hans Melchior, Sonja Rieser, Danielle Jacqui, Kurt Gubler und André Vladimir Heiz schauen genauer hin. Sie sammeln, bewahren, ertasten, nähen, häkeln, bauen und kombinieren. Aus Weggeworfenem entstehen neue Formen, aus Stoffen wachsen Welten, aus Holz wird Landschaft und aus dem, was gerade zur Hand ist, wird Kunst.
Die fünf Künstler*innen verbindet eine besondere Aufmerksamkeit für das Material. Sie folgen seinen Möglichkeiten, statt es vollständig zu beherrschen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen wertvoll und wertlos, gefunden und gestaltet, Gegenstand und Kunstwerk. Vielleicht müssen wir die Dinge nicht neu erfinden. Vielleicht müssen wir ihnen nur anders begegnen.
Wenn das Material zu erzählen beginnt, verändert sich auch unser Blick auf die Welt.