VISIONÄRE KUNST weicht vom Herkömmlichen ab. VISIONÄRE KUNST überwindet etablierte Regeln. VISIONÄRE KUNST stellt Infrage. VISIONÄRE KUNST stiftet Unruhe. VISIONÄRE KUNST kennt keine Grenzen. VISIONÄRE KUNST ist eigenwillig, ungezwungen, unangepasst und ungewöhnlich. VISIONÄRE KUNST ist subversiv, instinktiv und impulsiv. VISIONÄRE KUNST irritiert. VISIONÄRE KUNST wird von uns entdeckt, gezeigt und erforscht.
VISIONÄRE KUNST weicht vom Herkömmlichen ab. VISIONÄRE KUNST überwindet etablierte Regeln. VISIONÄRE KUNST stellt Infrage. VISIONÄRE KUNST stiftet Unruhe. VISIONÄRE KUNST kennt keine Grenzen. VISIONÄRE KUNST ist eigenwillig, ungezwungen, unangepasst und ungewöhnlich. VISIONÄRE KUNST ist subversiv, instinktiv und impulsiv. VISIONÄRE KUNST irritiert. VISIONÄRE KUNST wird von uns entdeckt, gezeigt und erforscht.
Das Jubiläumsjahr nahm seinen Anfang bereits im Sommer 2023. Mittels einer niederschwelligen Umfrage wollten wir vom Publikum, den Anwohnenden, Mitgliedern, Gönner*innen und allen anderen, die auf irgend- eine Weise mit dem Musée verbunden sind, erfahren, welche Künstler*innen aus zehn Jahren Musée sie am liebsten nochmals am Predigerplatz sehen möchten.
Mit der Ausstellung «(de)codiert» haben wir 2024 einen Balanceakt zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individueller Freiheit gewagt. Acht Künstler*innen zeigten, wie unterschiedlich wir Codes lesen, brechen oder neu schreiben. Wer sich einliess, entdeckte zwischen den Werken ganz neue Ebenen des Verstehens – oder liess sich einfach vom Unerwarteten überraschen.
Ben Wilson
Rahmenprogramm: Kaugummi-Tour
Wie aus Abfall wahre Kunstwunder entstehen, zeigte Pirkko Fleig im Februar. Ihre Lampen verzauberten das Jubiläumsfenster – und beim Workshop entstanden aus Kitsch und Krimskrams kleine Meisterwerke. Funkelnd und nachhaltig schön!
Pirkko Fleig
Rahmenprogramm: Workshop mit Pirkko Fleig
Faith Ellen Anderson brachte uns Cuno Affolter im bewegten Bild näher: Der Sammler und Künstler öffnete seine Schatzkammern der Alltagsdinge – und liess uns staunen, wie viel Poesie in vermeintlichem Trödel stecken kann.
Link zum Film
Jeden letzten Sonntag im Monat öffneten wir die Tore für kleine und grosse Künstler*innen. Besonders bunt wurde es Ende März, als Reto Mathis’ Geheimschriften zum Entziffern und Nachgestalten einluden. Kreativität kann so schön ansteckend sein!
Was für ein Nachmittag: Sonne auf der Haut, Musik in den Ohren, süsse Versuchungen auf der Zunge – und der Duft von sizilianischem Olivenöl in der Luft. Gemeinsam haben wir den Alltag kurzerhand auf Pause gestellt. Ein kleines, goldenes Stück Italien mitten in Zürich – und ein grosses Grazie an alle, die das Musée an diesem Sonntag zum Strahlen gebracht haben!
Mario Cassisa
Rahmenprogramm: Olivenölfest mit der Band Gucci Panetone
Eine verschlüsselte Nachricht oder versteckte Botschaft? Wie verstehen und kommunizieren wir? Alles dreht sich darum, gesehen, gehört und verstanden zu werden. Wir bauen unsere eigenen Welten, entwickeln unsere eigene Sprache und eröffnen anderen einen Zugang zu unserem Inneren. Wir lassen uns von Künstlern wie Andreas Tschappu und Reto Mathis inspirieren und kreieren gemeinsam im Museé Visionnaire unsere eigenen Codes.
Lea Oetken
Rahmenprogramm: Workshop zu Lea Oetken
Wir haben drei Künstler*innen aus der Austellung (de)codiert eingeladen, mit uns über Codes und Konventionen und ihre eigenen Arbeiten im Kontext der Ausstellung zu sprechen. Cuno Affolter, Olga Bushkova und Celia Längle werden Anfang April im Musée zusammenkommen, um uns in einem Podiumsgespräch ihre Werke, ihre Gedanken dahinter, wie auch die Herausforderungen, welche die Installationen, Fotoarbeiten und Collagen mit sich gebracht haben, noch näher zu bringen.
Im Juni übernahmen die Kinder die Regie im Musée: Mit wachen Augen und eigenen Worten führten sie im Rahmen des Blickfelder Festivals durch die Ausstellung «(de)codiert». Ein Perspektivenwechsel, der uns einmal mehr zeigte: Kunst braucht frische Blicke.
Ob Sonntagsatelier, Schulworkshop oder Early Bird-Session: Unsere Workshops liessen auch 2024 Raum für Entdeckungen, kreative Höhenflüge und kleine künstlerische Eruptionen. Hier wurde gestaltet, verworfen und neu gedacht – ganz im Geist des Musée.
Auch 2024 tauschten die Viertklässler*innen der Waidhalde Schule wieder ihr Klassenzimmer gegen die Ausstellungsräume. Ein ganzes Semester lang wurde Kunst hautnah erlebt, soziale Kompetenzen gestärkt – und der Dienstagmorgen zu einem kreativen Abenteuer jenseits von Schulbänken und Lehrbüchern.
Bernhard Vogelsanger Rahmenprogramm: Opulentes Buffet mit Werken von Madame Tricot und Filmscreening zur Schwamendinger Oper
Seit Sommer 2024 ist im Musée Visionnaire ein neues Vorstandsteam im Einsatz: Roland Gfeller, Celia Längle, Guido Magnaguagno, Claudia Puppato und Reto Vollenweider bringen juristische Expertise, künstlerisches Know-how, Museumserfahrung, kulturelles Netzwerk und Erfahrung im Gestalten von Räumen zusammen. Ernst Hüsler bleibt als erfahrene Konstante an Bord. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, das Musée mit Leidenschaft und klarem Blick in die nächsten Jahre zu führen.
Harald Naegeli
Rahmenprogramm: Zwei Graffiti-Touren, Audioguide von Kindern für Kinder und Auktion von Naegeli-Werken
Drei Wochen lang standen Harald Naegelis Originalwerke im Rampenlicht – und kamen unter den Hammer. Die Benefizauktion für Hof Narr und das Musée brachte Kunst, Tierschutz und Herzblut zusammen. Parallel feierten wir auch die Buchvernissage «Den Vogelflug, die Wolkenbewegung misst man nicht mit dem Zollstock!».
Vor knapp 130 Jahren schuf Marie Lieb in einer Psychiatrie bei Heidelberg kunstvolle Bodenornamente aus Stoffresten und Knöpfen – ihr Geheimnis blieb bis heute ungelöst. Im Rahmen von «(de)codiert» wurde eine dieser Installationen anhand einer Originalaufnahme von 1894 im Musée Visionnaire rekonstruiert. In einem Podiumsgespräch diskutierten zwei Kunsthistorikerinnen, wie Frauen in Psychiatrien künstlerische Wege fanden, um gesehen und gehört zu werden.
Oswald Tschirtner
Gemeinsam stossen wir auf die erfolgreiche Ausstellung an und feiern die zahlreichen positiven Rückmeldungen.
Olivia Etter (aufgrund von Krankheit der Künstlerin konnte dieses Jubiläumsfenster nicht durchgeführt werden und wurde auf 2025 verschoben)
Mit «INK*» öffneten wir die Tore für ein Thema, das bislang wenig Museumslicht gesehen hat: Tätowierungen als Kunstform. Stimmen aus der Szene, bunte Shirts, Wandtattoos und berührende Geschichten unter der Haut machten die Ausstellung zu einem Highlight des Jahres.
Bei der Langen Nacht der Zürcher Museen wurde das Musée zur Pilgerstätte für Tattoo-Fans und Kunstbegeisterte. Mit Führungen, Naegeli-Touren und Focaccia im Garten machten wir die Nacht zum Tag – und die Herzen ein bisschen voller.
Rund 11 Stunden Interviews verwandelten sich in eine Videoinstallation voller Herz, Humor und ehrlicher Einblicke. Tätowierer*innen, Träger*in- nen und Künstler*innen erzählten ihre Geschichten – und regten zum Nachdenken über Kunst, Körper und Identität an.
Eine schöne Fügung: Mitten in der Ausstellung «INK*» kehrten auch Werke von Kurt Haas zurück ins Musée. Sein legendäres Gemeinschaftswerk mit Tätowiererin Susan Tütsch schloss den Kreis zwischen Haut, Kunst und Herzblut.
Kurt Haas
Wenn der November grau wurde, schickte Andreas Schneider seine filigranen Lichtskulpturen auf leisen Sohlen durchs Musée. Sanfte Strahlen, feine Zeichnungen und viel Poesie erhellten nicht nur die Räume, sondern auch unsere Gemüter.
Andreas Schneider
Zum 85. Geburtstag von Harald Naegeli widmeten wir dem Sprayer von Zürich ein ganz besonderes Schaufenster. Tatortaufnahmen der 70er- Jahre erinnerten daran, dass wahre Kunst oft dort entsteht, wo Konventionen gebrochen werden.
Leihgaben: Cuno Affolter, Olga Bushkova, Celia Längle, Pepper Lebeck-Jobe, Charlotte McGowan-Griffin, Hannah Rieger, Andreas Tschappu
Die Ausstellung «(de)codiert» wurde grosszügig unterstützt von: Beitragsfonds Stadt Zürich, Cassinelli-Vogel-Stiftung, Dr. Jörg Furrer, Walter Haefner Stiftung, Atelier Kubeïs, Kunsthaus Zürich, Gottfried und Ursula Schäppi-Jecklin Stiftung, Sammlung Prinzhorn Universitätsklinik Heidelberg, Quartett der Zürcher-Sing-Akademie Schulkultur Stadt Zürich, Schule+Kultur ZH, Hans F. Tellenbach-Stiftung, Wali Dad Stiftung.
Leihgaben: Aarne Anton, Golda Kracks & Max Wernli, Glace 3000, Susan Tütsch, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, Trogen, Fritz Hortig, Oliver Stähli, Mike the Freak, Maxime Plescia-Büchi.
Die Ausstellung «INK*» wurde grosszügig unterstützt von: Beisheim Stiftung, Dr. Adrian Otto Nägeli-Stiftung, Dr. Jörg Furrer, Elisabeth Weber Stiftung, Hirschmann Stiftung, Migros Kulturprozent, Schulkultur Stadt Zürich, Schule+Kultur Kanton Zürich, Schwyzer Stiftung
Welche Kraft entsteht, wenn Frauen sich verbünden?
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über INK* Printausgabe
Bilder, die unter die Haut gehen
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